Die Macht der Sprache

Die Macht der Sprache
… worin liegt die Macht der Sprache?
„Wie können wir im Gespräch bleiben, um uns zu hören, ohne uns gegenseitig zu bekämpfen?“

Wie auch immer man es in und mit der Kommunikation dreht am Ende des Tages kommt es auf die innere Haltung eines Menschen an. Es ist die Macht der Sprache und die Worte, die mittels der Kommunikation unsere Haltung prägen und nach außen tragen.

Wenn ich die letzten Monate seit 31.12.2019 bis heute aus der Perspektive der Kommunikation betrachte, sehe ich die erschreckendsten Beispiele an Verwirrung, emotionalen Verletzungen, Absurdität und Gewalt, die sich in den unterschiedlichen Kreisen, angefangen bei der Politik quer durch Firmen und Medienlandschaften, Schulen, Institutionen bis zu Familien manifestieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie stammen aus dem Mangel an Bildung, Klarheit, Wahrheit, Aufrichtigkeit, Verständnis, Entscheidungskompetenzen, Verantwortung und Rücksicht.
Alle diese Mängel sind ein Produkt eines Denkens und den Folgen einer inneren Haltung, die besagt:

„Ich weiß was Richtig und Falsch ist.“

Diese Art des Denken suggeriert, dass wir die Wahrheit kennen, die mit jeder Kraft und mit allen Mittel zu verteidigen ist. Gleichzeitig werden durch diese Haltung weitere Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten ausgeschlossen. Darin liegt der Beginn eines Kampfes um das Recht haben und behalten. Darin liegt die Gewalt, die Menschen schmerzvoll verletzt und voneinander trennt! Die Auswirkungen von dieser Art des Denkens und der Haltung liegen auf der Hand. Verwirrung, die Nichtbereitschaft zu hören, der Verlust des Vertrauens, Arroganz, Ignoranz, Aggressivität … usw. Sie sind ein Ausdruck von Verzweiflung und Hilflosigkeit UND führen zu Einschränkung in der Autonomie und der Selbstbestimmung!

Führt diese Art des Denkens, der Kommunikation und Handlungen zum lebenswürdigen Leben, das ich mir und allen anderen Lebewesen wünsche?

Gegen diese konditionierten Art des Denkens gibt es bis heute keine Impfung, die ja auch nicht nötig wäre, wenn wir die Sprache als das Instrument des Begreifens sehen würden der uns aus dem konditionierten (Konkurrenz) Denken, zur einen lebensdienlichen (Partnerschaftlichen) Denken führen kann.
Nur der Weg ist eben ein Weg und nicht etwas, was sich mit einem Schalter, einer Regelung, oder einem Gesetz, ein- oder ausschalten lässt.

  • Ist nicht im Jetzt, die beste Zeit eigene Konditionierungen und Überzeugungen zu hinterfragen?
  • Ist nicht im Jetzt, die beste Zeit für das eigene Denken die Verantwortung zu übernehmen?
  • Ist nicht im Jetzt, die beste Zeit ein wertschätzendes Gespräch zu erleben?

Eine weitere immer wieder verwendete Sprachstrategie, um Menschen zu verletzen ist sie zu „Etikettieren“. Wenn ich die Kommunikation in den unterschiedlichen Kreisen beobachte, entsteht in mir der Eindruck, als ob es sich seit dem zweiten Weltkrieg noch nicht herumgesprochen hätte, wohin eine Etikettierung geführt hat. Wenn ich an die Begriffe Impfverweigerer oder Impfskeptiker denke, frage ich mich, welche Absicht all‘ jene Menschen, die diese Art der Etikettierung instrumentalisieren und verwenden, verfolgen? Diese Frage lässt sich unterschiedlich beantworten, doch eines ist klar, zu mehr Verbindung und Verständnis untereinander führt dieser Strategie definitiv nicht.

Wenn du unter Menschen eine Kluft machen möchtest, gewöhne sie an Gewalt.
Wenn sie aufhören über die Macht ihrer Worte und der Sprache nachzudenken und beginnen ihren emotionalen Schmerz so normal zu sehen bis sie ihn, ohne dabei eine einzelne Träne zu verlieren, verdrängt haben, kannst du es als Zeichen sehen, dass du mit „netten, toten“ Menschen zu tun hast.

Wenn du dir einen anderen = lebensdienlichen Weg für Dich und alle Menschen wünschst, beginne ab jetzt deine Gedanken und Gefühle zu beobachten. Beharre in der Rolle des Beobachter und stelle dir folgende Fragen:

  • Woher kommt das, was ich gerade denke? …. kommt es aus der Erziehung, aus meinen Erfahrungen oder von meinen Vorbildern, meiner Fantasie?
  • Ist das, was ich denke lebensdienlich?
  • Bereichern meine Gedanken das Leben, ohne dabei etwas anderes zu zerstören?

Wenn du möchtest denke über deine Sprache und Wörter, die du hörst und verwendest, nach.

  • Woher kommen deine Worte, wo hast du sie gehört?
  • Bringen dich deine Wörter zu mehr Verbindung mit Dir oder anderen Menschen?
  • Tragen deine Wörter zum mehr Klarheit und Verständnis bei?

Wenn es dir gelingt deine eigene Gedanken und Gefühle klar voneinander zu trennen und benennen,
wird es dir mit Leichtigkeit gelingen auch die Gedanken und Gefühle andere Menschen zu wahrnehmen und benennen.

Beobachte, hinterfrage kritisch und wähle Worte, die zu Klarheit beitragen.
Die Reise beginnt bei Dir!

dein Lebendigeleben.

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